Liebeskummer in der Kennenlernphase – Warum er so weh tut

Liebeskummer in der Kennenlernphase – Warum er so weh tut

Liebeskummer verbindet man oft mit langen Beziehungen. Doch besonders intensiv kann er in der Kennenlernphase sein – also dann, wenn eigentlich noch „nichts Offizielles“ war. Viele Betroffene fragen sich: Darf ich überhaupt so traurig sein? Die klare Antwort: Ja.

Gerade in dieser frühen Phase spielen Hoffnung, Fantasie und Erwartungen eine große Rolle. Wenn der Kontakt plötzlich abbricht oder die andere Person kein weiteres Interesse zeigt, fühlt sich das oft wie ein harter emotionaler Absturz an.


Warum Liebeskummer in der Kennenlernphase besonders stark ist

1. Verliebtheit verstärkt Gefühle

In der Anfangsphase werden vermehrt Glückshormone wie Dopamin und Oxytocin ausgeschüttet. Das sorgt für Euphorie – aber auch für ein starkes Tief, wenn es endet.
Mehr dazu bei:


2. Die Macht der Vorstellung

In der Kennenlernphase projizieren wir oft unsere Wünsche auf die andere Person. Man verliebt sich nicht nur in den Menschen, sondern auch in die gemeinsame Zukunft, die man sich ausmalt.

Psychologische Hintergründe dazu:


3. Plötzlicher Kontaktabbruch (Ghosting)

Ein häufiger Auslöser ist sogenanntes „Ghosting“ – wenn der Kontakt ohne Erklärung endet. Das kann starke Selbstzweifel auslösen.

Informationen dazu findest du hier:


Typische Gedanken in dieser Phase

  • „War ich nicht gut genug?“
  • „Habe ich etwas falsch gemacht?“
  • „Warum meldet er/sie sich nicht mehr?“
  • „Vielleicht kommt doch noch eine Nachricht …“

Diese Gedankenspirale ist normal – aber sie verstärkt den Schmerz, wenn keine Klarheit entsteht.


Was hilft bei Liebeskummer in der Kennenlernphase?

Gefühle ernst nehmen

Nur weil es noch keine feste Beziehung war, ist der Schmerz nicht weniger real.

Abstand schaffen

Weniger Social Media-Checken, keine „zufälligen“ Nachrichten – das hilft dem Kopf beim Loslassen.

Realität vs. Wunschbild reflektieren

Frage dich: War die Person wirklich so perfekt – oder habe ich viel hineininterpretiert?

Mit Freund*innen sprechen

Austausch hilft, Gedanken zu sortieren und Selbstzweifel abzubauen.


Warum dieser Schmerz auch etwas Gutes hat

So hart es klingt: Liebeskummer zeigt, dass du fähig bist, dich zu öffnen und Gefühle zuzulassen. Das ist keine Schwäche, sondern eine Stärke. Jede Erfahrung – auch eine schmerzhafte – bringt dich näher zu dem, was du wirklich brauchst.


Fazit

Liebeskummer in der Kennenlernphase ist absolut real. Er entsteht aus Hoffnungen, intensiven Gefühlen und unerfüllten Erwartungen. Wichtig ist, dir selbst Mitgefühl zu schenken und den Schmerz nicht kleinzureden.

Wenn du möchtest, kann ich dir auch eine kleine Schritt-für-Schritt-Strategie zum Loslassen oder stärkende Affirmationen für diese Phase zusammenstellen.

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