
Ein Garten im Sinne der Frau benötigt Planung, Hingabe und eine klare Struktur. Er ist ein Ort der Selbstbestimmung, ein Rückzugsort vor dem Alltag und eine Leinwand für kreative Projekte. Damit dieser Außenbereich optimal genutzt werden kann, bedarf es einer Planung, die sowohl Geborgenheit als auch Freiheit ermöglicht. In diesem Ratgeber erfährst du, wie man einen Garten gestaltet, der sicher ist und gleichzeitig zum Entdecken einlädt.
Die Bedeutung von Struktur und Zonen
Ein guter Garten braucht Struktur. Es gibt Momente, in denen Mädchen Ruhe suchen, um zu lesen oder nachzudenken, und Momente, in denen Bewegung und gemeinsames Lachen im Vordergrund stehen.
Plane daher feste Bereiche ein: Eine „Chill-Zone“ mit Hängematten oder Sitzstümpfen unter einem Baum bietet Privatsphäre. Eine „Aktions-Fläche“ mit einer Feuerstelle oder einem großen Tisch lädt zu Workshops und gemeinsamen Mahlzeiten ein. Klare Wege verbinden diese Orte, ohne die natürliche Optik zu stören.
Der Zaun: Schutzraum ohne Barrieren im Kopf
Ein zentrales Element bei der Gestaltung ist die Einfriedung. Das Thema Zaun spielt eine Doppelrolle. Einerseits dient er der Sicherheit und markiert einen geschützten Raum („Safe Space“), in dem sich die Besucherinnen frei bewegen können, ohne sich beobachtet zu fühlen. Andererseits soll ein Zaun nicht einengend wirken oder wie eine Barriere zur Außenwelt erscheinen.
Anstatt eines massiven Betonelements oder eines einfachen Maschendrahtzauns empfiehlt sich ein lebendiger Sichtschutz. Ein Holzzaun aus nachhaltiger Forstwirtschaft wirkt warm und einladend. Man kann ihn wunderbar mit Rankpflanzen wie Efeu, Clematis oder Wildem Wein begrünen. So wird der Zaun Teil der Natur und bietet gleichzeitig den nötigen Schutz vor neugierigen Blicken von der Straße.
Kreativität durch Mitbestimmung
Ein Garten wächst mit seinen Nutzerinnen. Anstatt den Garten fertig „serviert“ zu bekommen, sollten wir in die Gestaltung einbezogen werden. Das stärkt das Verantwortungsgefühl und die Bindung zum Ort. Ein Zaun muss beispielsweise nicht braun bleiben. Er kann in einem gemeinsamen Projekt bunt bemalt oder mit geflochtenen Weidenzweigen verschönert werden.
Auch Hochbeete sind ideal für die gemeinsame Arbeit. Hier können Kräuter, Gemüse oder Naschobst wie Erdbeeren angepflanzt werden. Zu sehen, wie aus einem kleinen Samen eine Pflanze wird, vermittelt wertvolle Erfolgserlebnisse und fördert die Achtsamkeit gegenüber der Umwelt.
Pflanzenwahl: Robust, duftend und essbar
Bei der Auswahl der Pflanzen sollte auf Vielfalt geachtet werden. Robuste Stauden wie Frauenmantel, Lavendel oder Schafgarbe sind pflegeleicht und überstehen auch mal ein wilderes Fangspiel. Duftpflanzen sprechen die Sinne an und helfen dabei, Stress abzubauen.
Besonders beliebt in pädagogischen Gärten sind „Naschecken“. Beerensträucher wie Himbeeren oder Johannisbeeren können wunderbar entlang des Zauns gepflanzt werden. So erfüllt die Abgrenzung gleich einen doppelten Zweck: Sie schützt das Grundstück und liefert gleichzeitig gesunde Snacks für zwischendurch.
Licht und Atmosphäre am Abend
Da viele Aktivitäten im Garten auch in den frühen Abendstunden stattfinden, spielt die Beleuchtung eine große Rolle. Solarbetriebene Lichterketten in den Bäumen oder kleine Laternen entlang der Wege schaffen eine magische Atmosphäre. Auch lesenswert: Robuste Teppiche für den Garten: Darauf bei der Auswahl achten
Ein gut beleuchteter Garten nimmt die Angst vor der Dunkelheit und verlängert die Nutzungszeit der Anlage in den Übergangsjahreszeiten. Wenn das Licht sanft auf den begrünten Zaun fällt, wirkt der gesamte Außenbereich wie ein erweitertes Wohnzimmer unter freiem Himmel.
Fazit: Ein Ort zum Wachsen
Die Gestaltung eines Gartens für ein Mädchenzentrum erfordert Fingerspitzengefühl. Durch die richtige Mischung aus Rückzugsmöglichkeiten, Nutzpflanzen und einem schützenden, aber ästhetisch ansprechenden Zaun entsteht ein Raum, der Sicherheit vermittelt. Ein solcher Garten ist nicht nur eine Grünanlage, sondern ein lebendiger Ort der Pädagogik, an dem Mädchen die Natur erleben und ihre eigene Persönlichkeit entfalten können.